Wie sichert man die ärztliche Versorgung vor Ort?

Bianca Winkelmann begrüßt Jens Spahn zum Fachgespräch

Acht Städte und Gemeinden zählt der Wahlkreis von Landtagskandidatin Bianca Winkelmann. Was diese Kommunen in vielerlei Hinsicht eint, ist das Problem der ärztlichen Versorgung. Denn Mediziner auf das Land zu bekommen, ist schwierig. Zu diesem Thema hatten Winkelmann und die CDU Minden-Lübbecke den Parlamentarischen Staatssekretär Jens Spahn eingeladen.

Für ihn ging es damit gewissermaßen zurück zu den Wurzeln. Was viele heute in Hinblick auf sein Amt als Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium nicht mehr vor Augen haben, ist die Tatsache, dass Spahn seine Karriere vor allem im Bereich der Gesundheitspolitik begonnen hatte. Mehrere Jahre war er gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und bewies deshalb auch bei seinem Termin im Wahlkreis von Bianca Winkelmann große Fachkenntnis. Das etwa 50-köpfige Publikum in der Kurklinik HolsingVital in Bad Holzhausen war geprägt von Bürgermeistern und Ärzten. Letztere sprachen in der Diskussion mit Winkelmann und Spahn viele Hürden an, die dafür verantwortlich seien, warum junge Mediziner sich nicht auf dem Land niederlassen würden.


Es gibt nicht das „eine“ Patentrezept

Die Meinung von Jens Spahn ist klar: Das „eine“ Patentrezept gibt es nicht. Es seien viele Maßnahmen notwenig. So plädiert er unter anderem dafür, dass die kommunalen Akteure auf dem Land – also die Apotheker, Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte – besser vernetzt werden müssten. Das sieht auch Bianca Winkelmann so. „Bei uns in Rahden wurde nicht zuletzt auf Initiative der CDU ein Ärztehaus in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus auf den Weg gebracht“, erklärte die dortige Fraktionsvorsitzende.

Medizinische Fakultät in OWL

Zusätzlich dazu teilt die Landtagskandidatin die Meinung der CDU Nordrhein-Westfalen, in Ostwestfalen-Lippe eine medizinische Fakultät zu etablieren, „um junge Mediziner in unserer Region zu halten.“ Winkelmann und Spahn plädierten beide dafür, dass der Bereich der Allgemeinmedizin an den Universitäten zu stärken sei. „Zwischenzeitlich hatten wir in Deutschland mehr Professuren für Gender-Forschung als für Allgemeinmedizin“, erklärte Jens Spahn.

Live-Übertragung via Facebook

In der Diskussion war es möglich, Fragen zu stellen. Sowohl vor Ort als auch digital, da das gesamte Gespräch per Facebook-live-Video ausgestrahlt wurde. Der abschließende Dank von Bianca Winkelmann und der CDU-Kreisvorsitzenden Kirstin Korte galt dem Hause Holsing für die rundum gelungene Veranstaltung. Einig waren sich die beiden Politikerinnen auch in einem anderen Punkt: „Das wichtige Thema der ärztlichen Versorgung für den ländlichen Raum werden wir als CDU-Kreisverband auch in Zukunft im Fokus unserer politischen Arbeit für den Mühlenkreis behalten – und das auf allen politischen Ebenen.“

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