Schulen brauchen mehr Ressourcen bei zieldifferentem Unterricht

Gespräch von Bianca Winkelmann MdL am Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen

Bianca Winkelmann MdL besuchte das IKG in Bad Oeynhausen.
Bianca Winkelmann MdL besuchte das IKG in Bad Oeynhausen.
Das Immanuel-Kant-Gymnasium (IKG) in Bad Oeynhausen praktiziert seit Beginn des Schuljahres 2016/2017 – auch wegen des geplanten zukünftigen Wegfalls entsprechender Förderschulen in der Stadt – die Inklusion zieldifferent zu unterrichtender Schüler. Das heißt: Am IKG werden Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen gemeinsam mit Schülern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet.

Während eines Schulbesuchs auf Einladung der Eltern des Immanuel-Kant-Gymnasiums informierte sich die CDU-Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann über die Umsetzung und Erfahrungen mit der gelebten Inklusion in mittlerweile bereits zwei Jahrgangsstufen (5. und 6. Klasse) mit je einer entsprechenden Inklusionsklasse.

Beim Besuch einer Unterrichtsstunde sowie in einer Gesprächsrunde mit Mitgliedern des Kollegiums, den Klassenpflegschaftsvorsitzenden und dem Schulleiter Herrn Keßler wurden positive Erfahrungen sowie kritische Aspekte und Probleme des aktuellen Gesamtkonzepts der Inklusion am Gymnasium angesprochen.

So kamen unter anderem Punkte wie zum Beispiel die notwendige ausreichende Zahl sonderpädagogisch speziell ausgebildeter Inklusions-Lehrkräfte und geschulter Fachlehrer, räumliche Maßnahmen zur Sicherstellung des kontinuierlich wachsenden Förderbedarfs aufgrund weiterer Jahrgänge mit Inklusionsklassen und die Frage nach dem Schulabschluss für Förderkinder am Gymnasium auf die Tagesordnung.

Bianca Winkelmann konnte sich ein Bild davon machen, dass das von der ehemaligen rot-grün geführten Landesregierung eingeführte Gesamtkonzept viele Aspekte nicht ausreichend abdeckt.

„Wir müssen das Konzept der Inklusion dringend verbessern, um alle Schülerinnen und Schüler auf dem Gymnasium für das spätere Berufsleben erfolgreich vorzubereiten“, so die Abgeordnete aus Rahden. Sie werde über entsprechende Pläne und konkrete politische Aktivitäten mit der Elternvertretung und dem Kollegium des IKG in Kontakt bleiben.

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